Längere Zeit schon habe ich auf meiner Webseite nichts von mir hören lassen. Aber heute habe ich ein kleines Update und Lebenszeichen von mir. Denn diese Woche hatte etwas ganz Leises und gleichzeitig etwas unglaublich Schönes. So eine Mischung aus kleinen Glücksmomenten und diesem warmen Gefühl, dass sich Dinge gerade in die richtige Richtung bewegen.

Fangen wir mit etwas an, das sich für mich immer noch ein bisschen unwirklich anfühlt:
Meine Romane sind aktuell auf der Leipziger Buchmesse zu sehen.

Allein dieser Satz lässt mich kurz innehalten. Die Leipziger Buchmesse war für mich so lange ein Ort, an dem ich als Leserin unterwegs war. Ein Ort, an dem ich Bücher bestaunt habe, Autorinnen bewundert habe und mir heimlich vorgestellt habe, wie es wohl wäre, selbst einmal ein Teil davon zu sein. Und jetzt liegen dort tatsächlich meine Geschichten. Das ist einer meiner persönlichen Meilensteine.

Ich war diese Woche mehr als einmal gedanklich dort, zwischen Regalen, Seiten und Menschen, die genau wie ich Bücher lieben. Es ist ein stiller, aber sehr bedeutungsvoller Moment für mich. Einer von denen, die man nicht laut feiern muss, weil sie sich innerlich schon groß genug anfühlen.

Während also ein Teil von mir in Leipzig unterwegs war, hat sich hier ganz leise etwas anderes zurückgemeldet:

Auch der Frühling hat ein Update.

Und ich glaube, ich habe selten so bewusst gespürt, wie sehr ich ihn vermisst habe. Dieses erste warme Licht, die Luft, die plötzlich anders riecht, dieses Gefühl, dass alles wieder ein kleines bisschen leichter wird. Ich habe jede Gelegenheit genutzt, um nach draußen zu gehen – und ja, auch zum Schreiben.

Denn plötzlich saß ich wieder auf dem Balkon.
Mit einer Tasse Kaffee (oder Kakao, je nach Tagesform 😄), meinem Laptop und diesem ganz besonderen Gefühl, dass Worte draußen irgendwie anders fließen. Ruhiger vielleicht. Oder freier. Es ist etwas anderes, wenn man nicht nur Wände um sich hat, sondern Himmel. Und genau dort sind in dieser Woche einige Szenen entstanden – zwischen Vogelgezwitscher und Sonnenstrahlen.

Aber mein wahrscheinlich ungewöhnlichster Schreibort bleibt trotzdem mein ganz persönliches kleines Projekt:

Mein Mamataxi.

Ich habe ja schon öfter erzählt, dass ich viel Zeit damit verbringe, meine Kinder zu Terminen zu fahren und auf sie zu warten. Früher war das einfach… Wartezeit. Heute ist es ein kleines, mobiles Büro.

Ich habe mir angewöhnt, alles griffbereit zu haben: Notizbuch, Laptop, Stifte, manchmal sogar eine kleine Decke. Und während draußen Sporthallen, Tanzstudios oder Musikschulen ihre Türen öffnen und schließen, sitze ich im Auto und schreibe. Es ist vielleicht nicht der romantischste Ort im klassischen Sinne – aber irgendwie doch.

Update


Denn genau dort entstehen Geschichten zwischen Alltag und Leben. Zwischen „Mama, ich bin fertig!“ und „Ich schreibe nur noch schnell diesen Satz zu Ende.“

Und ich mag diesen Gedanken sehr:
Dass meine Bücher nicht nur an perfekten Schreibtischen entstehen, sondern genau dort, wo mein echtes Leben stattfindet.

Neben all diesen kleinen und großen Momenten arbeite ich aktuell auch an einem neuen Projekt, das mir besonders am Herzen liegt:

Der Nachfolger zu „100 Tropes in Liebesromanen“.

Nicht nur, dass mein Miniratgeber in einem schicken, neuen Gewand daherkommt: Es gibt auch bald endlich einen Folgeband. Dieses Mal soll es um ein Thema gehen, das mich schon lange begleitet – vielleicht sogar mehr als alles andere: Figuren kreieren.

Wie entstehen Charaktere, die sich lebendig anfühlen?
Wie entwickelt man Persönlichkeiten, die wachsen, scheitern, lieben und Entscheidungen treffen, die sich echt anfühlen? Ich merke beim Arbeiten daran, wie sehr mich genau dieser Aspekt des Schreibens fasziniert. Plot ist wichtig, Struktur hilft – aber am Ende sind es immer die Figuren, die eine Geschichte tragen.

Das neue Cover

Und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich mich so darauf freue, diesen Ratgeber zu schreiben. Weil ich ein bisschen von dem weitergeben möchte, was ich selbst immer wieder lerne: dass Figuren nicht „gebaut“ werden, sondern wachsen dürfen.

Diese Woche war also eine dieser leisen, schönen Übergangswochen.

Ein bisschen Messezauber.
Ein bisschen Frühlingslicht.
Ein bisschen Schreiben auf dem Balkon und im Auto.
Und ganz viele Gedanken über neue Figuren, neue Geschichten und neue Wege.

Ich hoffe, ihr hattet ebenfalls Momente, in denen ihr kurz innehalten konntet – vielleicht in der Sonne, vielleicht mit einem Buch, vielleicht einfach nur mit euch selbst.

Und wenn nicht:
Der Frühling ist ja jetzt wieder da. Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende, egal ob auf der Buchmesse in Leipzig oder draußen im Garten oder Park, auf dem Sofa oder Liegestuhl!

Eure

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