Da fährt man also auf Hochzeitsreise. Nach Paris. Stellt sich brav in der Warteschlange zum Arc de Triomphe de l’Étoile an. Geht rauf und denkt sich: „Da haben die aber ne Menge in diesen Torbogen geklöppelt“. Ein oder zwei Namen sagten mir etwas aus dem Schulunterricht. Jerome Bonaparte vielleicht. Die Schlacht bei Austerlitz. Aber ansonsten sagte mir das alles herzlich wenig. Bis plötzlich ein Name vor mir auftaute. Aldenhoven.

Dazu muss man wissen, dass ich beruflich zu diesem Zeitpunkt in der Nähe von Jülich gewohnt habe. Und es gehasst habe. Diese kleinen, provinziellen Dörfer. Diese hässlichen Backsteinfassaden. Die endlosen Felder. Meine Güte habe ich es gehasst 😊

Bis dahin hatte ich wenig Ahnung von den Koalitionskriegen und den Feldzügen Napoleons, bis auf das, was ich noch aus diesem kitschigen Vierteiler mit Christian Clavier als Napoleon wusste.

Also um es kurz zu machen: Im beschaulich langweiigen Aldenhoven traf kaiserliche Armee aus Österreich im März 1793 auf die französischen Revolutionstruppen und siegte. In den folgenden Tagen drängten sie die Franzosen weiter zurück und befreiten Aachen. Gut anderthalb Jahre später standen die Franzosen jedoch wieder auf der Matte und so kam es zur zweiten Schlacht bei Aldenhoven. Der Koalition aus 100.000 Österreichern und Preußen unter General Clairfayt standen 120.000 Franzosen unter General Jourdan gegenüber. Unter den Franzosen kämpfte ein gewisser Jean Baptiste Bernadotte, der später König von Schweden und Norwegen wurde und das Königshaus Bernadotte begründete.

Dieses Mal siegten die Franzosen. Jülich und Düren fielen. Düsseldorf wurde in Brand geschossen.

Küsschen, Eure Jocelyn

Interesse geweckt? Hier findest du weitere Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Aldenhoven

Themen:

Geschichte, Geschichtsreise

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